Geschichte des Hauses

Das Städtische Museum Rosenheim

StadtGeschichte bewahren im Mittertor

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstand in Bayern ein Gründungsboom regionaler, volkskundlicher Museen – meist initiiert vom engagierten Bildungsbürgertum, das sich für die Bewahrung regionaler Kunst und Kultur einsetzte. Auch das Städtische Museum Rosenheim wurde 1895 aus bürgerschaftlicher Initiative gegründet.

Schon im Mittelalter stand ein Tor am östlichen Ende des heutigen Max-Josefs-Platzes. Wie der ganze Markt wurde es beim großen Brand 1641 bis auf die Grundmauern zerstört und danach Stück für Stück in seiner heutigen Form wiederaufgebaut. Über Jahrhunderte waren hier unter anderem eine Zollstation, die
Brotbank der Rosenheimer Bäcker, die Magistratskanzlei, die Wohnung des Türmers und Musikmeisters und ab 1895 das Museum untergebracht.

Die heutige Dauerausstellung erzählt zentrale Episoden der Stadtgeschichte und dokumentiert zugleich 130 Jahre Museumsgestaltung – Ausdruck kulturellen Engagements über Generationen hinweg. Die Ausstellungsräume wurden von 1902 bis 2024 in mehreren Phasen gestaltet, jede geprägt von den Ideen ihrer Zeit. Beim Rundgang durch die Dauerausstellung werden die gestalterischen Entwicklungen der Ausstellungsräume deutlich sichtbar. Rote Informationstafeln geben dabei spannende Einblicke in die Geschichte des Museums.

Nach fast 60 Jahren steht eine umfassende Sanierung des Mittertors an. Ziel ist es, das historische Gebäude zu erhalten und an heutige Standards anzupassen – damit es ein lebendiger Ort des kulturellen Gedächtnisses bleibt.

 

Das Mittertor im Wandel der Zeit